13 Apr 2018

d3con in Hamburg mit Vizeum

Es war wieder d3con in Hamburg und die brachte in diesem Jahr erneut Updates, Wissen der Branche und visionäres aus der Programmatic und Display Advertising Welt zusammen. Auch Carsten Kollmus war vor Ort um im Expertenkreis über die Entwicklungen und Allianzen in der deutschen Vermarkter Landschaft zu sprechen. 

Mit an Bord waren Arne Wolter, CDO bei Gruner + Jahr, Ulrich Kramer Manging Director Pilot Hamburg, Abdelkader Barjiji COO der Ströer Digital Group GmbH, Sylvia Epaillard COO bei Tamedia Advertising und André Pätzold Leiter von Spiegel Media.

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Die Konsolidierung der Vermarkter in Deutschland und Europa wird weiter gehen, da waren sich die Experten auf dem Panel schnell einig. Beleuchtet wurden auch Vor- und Nachteile, die mit einer solchen Konsolidierung einhergehen. Pro: In Zeiten von Programmatic und individueller Kampagneninszenierungen mit relevanten Inhalten sind größere Inventar-Ressourcen und eine Reduzierung der Ansprechpartner sehr hilfreich. "Wir sind aber noch nicht an dem Punkt, dass die Verdichtung der Vermarkter Lanschaft - ohne dass der Wettbewerb darunter leidet - am Ende ist", hielt Kollmus fest.

Aus seiner Sicht diskussionswürdig: das damit einhergehende Aufkommen von sogenannten "Wallet Gardens" der Daten im Markt. Denn durch die Bündelung sieht er die schleichende Gefahr, das es zu abgeschlossenen Daten-Silos kommt und äußerte einen Wunsch an die Adresse der Daten-Allianzen wie Ad Alliance: „Als nächstes sollte Daten-Sharing kommen“. Bei Ad Alliance, handelt es sich um Kooperationen bei dennen sich Vermarkter wie Gruner + Jahr, IP Deutschland, Smartclip und Spiegel Media zusammengeschlossen haben, um die steigende Nachfrage nach gattungsübergreifenden Vermarktungsangeboten im Markt zu bedienen.

Zugleich warnt Carsten Kollmus davor, alles auf die automatische Karte zu setzen: „Wenn eine Agentur immer zu 100 Prozent Programmatic empfiehlt, ist etwas schiefgelaufen. Denn wie hoch der Anteil von programmatischer Werbung ist, ist immer abhängig von den Bedürfnissen des Werbekunden. Dabei entscheidend: eine userzentrierten Ausspielung, KPIs zur Zielsetzung und ein ausgefeiltes inhaltliches Konzept."